Gehaltsvorschüsse und Arbeitgeberdarlehen – Zinsersparnis 2017 PDF Drucken E-Mail
Fachbereich Steuern und Rechnungswesen - labour law, social welfare law, payroll accounting
Arbeits- und Sozialrecht, Personalverrechnung
Geschrieben von: Mag. Martina Heidinger / Michael Nemetz   
Mittwoch, 16. November 2016

Zinsersparnisse aus zinsverbilligten/unverzinslichen Gehaltsvorschüssen oder Arbeitgeberdarlehen werden als Vorteil aus einem Dienstverhältnis angesehen und sind daher lohnsteuerpflichtig. Der anzusetzende Prozentsatz bleibt mit 1.1.2017 unverändert bei 1%.

 

Zinsverbilligte und unverzinsliche Gehaltsvorschüsse bzw. Arbeitgeberdarlehen sind nach § 3 Abs. 1 Z 20 Einkommensteuergesetz (EStG) bis zu einem Betrag von 7.300 Euro/Jahr von der Einkommensteuer befreit. Wird dieser Betrag allerdings überschritten, ist ein Sachbezug nach § 5 Abs 2 Sachbezugswerteverordnung anzusetzen. Seit 2016 beträgt der – für die Zinsersparnis anzusetzende – Sachbezug für den übersteigenden Teil ein Prozent (1%).

 

Die Referenzzinssätze der letzten Jahre:

2016: 1%

2015: 1,5 %

2014: 1,5 %

2013: 2 %

2012: 3,5 %

 

Mit dem Steuerreformgesetz 2015/16 wurde die Steuerbefreiung auch gesetzlich verankert, und zwar in § 3 Abs. 1 Z20 EStG. Bis dahin befand sich diese Regelung in der Sachbezugswerteverordnung.