Steuertipps für Unternehmer zum Jahresende PDF Drucken E-Mail
Fachbereich Steuern und Rechnungswesen - tax calculation
Gewinnermittlung
Geschrieben von: Gabriele Sprinzl / Michael Nemetz   
Montag, 12. Dezember 2016

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende entgegen. Zeit, um als Unternehmer zu überprüfen, ob alle Möglichkeiten zur Optimierung des steuerlichen Ergebnisses ausgeschöpft wurden. Hier ein paar Tipps.

 

Anschaffung einer Registrierkasse – Prämie sichern

Wird im Zusammenhang mit der Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht eine Registrierkasse angeschafft, oder ein bestehendes System umgerüstet, steht für jede Erfassungseinheit eine steuerfreie Prämie in Höhe von EUR 200,- zu. Die Inanspruchnahme dieser Prämie ist nur noch bis 31.3.2017 möglich.

 

Gewinnfreibetrag

Einnahmen-Ausgaben-Rechner wie auch „Bilanzierer“ (nicht aber Kapitalgesellschaften) können den – je nach Gewinnhöhe gestaffelten, bis zu dreizehnprozentigen – Gewinnfreibetrag in Höhe von insgesamt max. EUR 45.350,- in Anspruch nehmen.

Bis zu einem Gewinn von EUR 30.000,- steht ein investitionsunabhängiger Gewinnfreibetrag (max. EUR 3.900,-) zu. Übersteigt der Gewinn EUR 30.000,- steht der Gewinnfreibetrag nur insoweit zu, als er durch Anschaffungs-/Herstellungskosten bestimmter begünstigter Wirtschaftsgüter gedeckt ist. Wurden 2016 bisher keine Investitionen ins Anlagevermögen in entsprechender Höhe getätigt, kann dies – etwa durch den Kauf von Wohnbauanleihen – noch vor dem Jahresende 2016 nachgeholt werden.

 

Nutzen der Halbjahresabschreibung

Sollten noch heuer Investitionen getätigt (und diese Wirtschaftsgüter auch noch bis spätestens 31.12.2016 in Betrieb genommen werden), steht bei Gewinnermittlung nach dem Kalenderjahr noch die Halbjahres-Abschreibung im Jahr 2016 zu - sogar, wenn die Bezahlung erst im neuen Jahr getätigt wird. Liegen die Anschaffungskosten unter EUR 400,- (exkl. Umsatzsteuer) können diese sofort als geringwertige Wirtschaftsgüter abgesetzt werden

 

Energieabgabenvergütungsantrag

„Energieintensive Betriebe“ können spätestens bis zum Ablauf von fünf Jahren ab Vorliegen der Voraussetzungen entsprechende Energieabgabenvergütungsanträge stellen. Nach einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofes sind nun neben Produktionsbetrieben auch Dienstleistungsbetriebe zur Antragstellung berechtigt. Daher können auch Dienstleistungsbetriebe (bei Erfüllung der Voraussetzungen) für das Kalenderjahr 2011 noch bis zum 31.12.2016 Vergütungsanträge nachreichen.

 

Spenden, Forschungsprämie und andere Maßnahmen

  • Bestimmte Spenden wirken sich gewinnmindernd aus
  • Prüfen, ob eine Forschungsprämie beantragt werden kann
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Eigenkapitalquote (zB rechtzeitige Rechnungslegung)

 

Unternehmer sollte daher prüfen, ob kurzfristig noch eine Optimierung herbeigeführt werden kann. Bei Fragen stehen Ihnen gerne die Experten der SOT Wien zur Verfügung.