BMF stellt klar: Festgelegtes Trinkgeld nicht steuerfrei PDF Drucken E-Mail
Fachbereich Steuern und Rechnungswesen - Income tax
Einkommensteuer
Geschrieben von: Mag. Martina Heidinger / Michael Nemetz   
Montag, 20. Februar 2017

 

Mit der Wartung des Lohnsteuerrichtlinien (LStR) determinierte das Bundesministerium für Finanzen (BMF), dass ein vom Arbeitgeber festgelegtes Trinkgeld nicht steuerfrei zu behandeln ist.

 

In Randziffer 92a erklärt das BMF, wann Trinkgeld steuerfrei ist, nämlich wenn das Trinkgeld

  • ortsüblich ist,
  • dem Arbeitnehmer anlässlich der Arbeitsleistung von dritter Seite zugewendet wurde (freiwillig und ohne dass ein Rechtsanspruch darauf besteht sowie zusätzlich zu dem Betrag, der für die Arbeitsleistung zu zahlen ist),
  • auch vom Arbeitnehmer entgegen genommen werden darf (also kein Ausschluss der Annahme durch Gesetz oder Kollektivvertrag) und
  • im Zusammenhang mit dem Dienstverhältnis erfolgt, aber doch außerhalb eben dieses steht.

Garantiertes Trinkgeld bzw. garantierte Trinkgeldbeträge fallen daher nicht unter diese Regelung.

 

Nunmehr wurde Folgendes in Rz 92a ergänzt:

„Wird das Trinkgeld durch den Arbeitgeber, insbesondere im Wege der ausgestellten Rechnung, in einer nicht durch den Dritten (den Kunden) festgelegten Höhe bestimmt, so mangelt es an der notwendigen Freiwilligkeit. Eine Behandlung als steuerfrei kommt in diesen Fällen nicht in Betracht.“